Wiesloch gewinnt HEKA energy HandballCup vor eigener Kulisse, Junglöwen verteidigen Titel

Bei der insgesamt dritten Ausgabe des HandballCups der Sportregion Rhein-Neckar in Wiesloch setzten sich die TSG Wiesloch und die Rhein-Neckar Löwen durch. Während die Junglöwen ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, gewann bei den B-Juniorinnen erneut ein Team, dass sich am Samstag für das Finalturnier qualifiziert hatte.

Qualifikant TSG Wiesloch feiert den Finalsieg vor eigener Kulisse.
Qualifikant TSG Wiesloch feiert den Finalsieg vor eigener Kulisse.

Bereits am 8. September wurde in Wiesloch hochklassiger Handball geboten – vor allem von zwei Mannschaften. Souverän setzten sich die TSG Wiesloch und TV Hochdorf mit drei klaren Siegen durch. Dass sie das Niveau der gesetzten Teilnehmer hatten, bestätigten sie auch am Sonntag. Während die männlichen Qualifikanten erst im letzten Vorrundenspiel gegen die Junglöwen den Finaleinzug verpassten, zogen die Gastgeberinnen mit Siegen gegen Friesenheim und Ketsch ins Endspiel ein. Ein Favorit war nach der Vorrunde nicht zu erkennen. Beide Vorjahressieger taten sich schwer, die Junglöwen qualifizierten sich nach zwei ganz engen Spielen letztlich mit einem souveränen Sieg gegen Hochdorf. Auch die Kurpfalz Bären aus Ketsch unterlagen schon im Gruppenspiel gegen Finalgegner Wiesloch.

Bei den Wiesloch Wieseln war die Freude nach jedem Tor groß.
Bei den Wiesloch Wieseln war die Freude nach jedem Tor groß.

Ein besonderes Highlight boten erneut die Wiesloch Wiesel. Die inklusive Handballmannschaft spielte in gemixten Teams mit ehemaligen Handballgrößen der Region. Holger Löhr, Uli Roth, Andre Bechtold und andere namhafte Spieler gaben sich erneut die Ehre und hatten viel Spaß daran, den Wieseln aufzulegen. Schnell wich die Nervosität der Spieler mit geistiger Behinderung der Freude über jede gelungene Aktion. Anschließend genossen sie sichtlich die stehenden Ovationen der voll besetzten Tribüne.

Friesenheim konnte den Vorrundenerfolg gegen die Junglöwen im Finale nicht wiederholen.
Friesenheim konnte den Vorrundenerfolg gegen die Junglöwen im Finale nicht wiederholen.

Nach der Einlage wurde es aber schnell wieder ernst. Das Finale der Mädchen war von Beginn an umkämpft. Schließlich konnten die Gastgeber sich aber ein wenig absetzen. In den finalen fünf Minuten verwalteten sie lange einen Drei-Punkte-Vorsprung und brachten schließlich einen 12:10-Sieg ins Ziel. Im Finale der B-Junioren zeigten die Favoriten aus Kronau hingegen eine dominante Leistung und etablierten schnell einen klaren Vorsprung. Daran gab es im weiteren Spielverlauf für die Eulen aus Friesenheim wenig zu rütteln. Souverän fuhren die Junglöwen den Sieg nach Hause, 15:11 lautete das Endergebnis.

TSG Wiesloch gewann das Turnier der B-Juniorinnen.
TSG Wiesloch gewann das Turnier der B-Juniorinnen.

Die besten Spieler kamen diesmal aus Pforzheim und Friesenheim. Lukas Süsser und Jasmin Jung wurden von den Trainern für besonders starke Leistungen gewürdigt. Die entscheidenden Mädchen spielten allerdings bei der TSG Wiesloch. Elena Winnewisser trug mit zwölf Toren zum Turniersieg bei, Sina Golla wurde zur besten Torhüterin gewählt. Bei den Jungs war Paul Blohm mit elf Toren der treffsicherste Spieler, bester Torhüter wurde David Späth von den Junglöwen.

Die Junglöwen wurden ihrer Favoritenrolle im Finale gegen Friesenheim gerecht.
Die Junglöwen wurden ihrer Favoritenrolle im Finale gegen Friesenheim gerecht.

Dass der erste HEKA energy HandballCup verdiente Sieger gefunden hatte, befand auch Kai Seewöster, Geschäftsführer des Namensgebers: „Die Löwen haben ihre Routine ausgespielt. Dass Wiesloch als Qualifikant das Turnier gewinnt, ist natürlich ein Highlight. Das spricht für die gute Jugendarbeit der TSG.“ Neben dem hohen sportlichen Level des Turniers würdigte er vor allem die Leistung der Wiesel sowie das Engagement der Ex-Profis: „Das Einlagespiel ist nicht mehr wegzudenken.“ So freuten sich alle Beteiligten über eine rundum gelungene Premiere unter dem Namen HEKA energy HandballCup.

 

 

Fotos: Klaus Schwabenland

Favoriten gewinnen den 2. Metropolregion HandballCup

 

Die Bären der TSG Ketsch und die Rhein-Neckar Löwen setzten sich in zwei spannenden Finalspielen gegen die Vorjahressieger TSG Friesenheim und SG Pforzheim/Eutingen durch.

Erneut bekamen die Handballfans in Wiesloch ein beeindruckendes Teilnehmerfeld sowohl bei den B-Juniorinnen wie bei den B-Junioren zu sehen. Bereits im Qualifikationsturnier am Samstag wurde auf hohem Niveau gespielt, wie die beiden Erstplatzierten bewiesen: die TSG Ketsch gewann sowohl am Samstag wie am Sonntag alle Spiele, die HSG Oftersheim/Schwetzingen konnte den Rhein-Neckar Löwen als einziges Team einen Sieg abtrotzen. Die Löwen unterstrichen am Finaltag dennoch schnell ihre Favoritenrolle. Im ersten Spiel siegten sie gegen Pforzheim, denen sie später im Finale wiederbegegnen sollten. Hochdramatisch verlief auch das erste Aufeinandertreffen zwischen Ketsch und Friesenheim. Mit einem hart umkämpften Sieg in letzter Minute setzten sich die Kurpfalz Bären durch.

 

Die Herzen der prall gefüllten Ränge in der Wieslocher Sporthalle eroberte jedoch eine andere Mannschaft: die inklusiven Handballer der Wiesloch Wiesel spielten zusammen mit neun Ex-Profis ein gemischtes Einlagespiel. In Szene gesetzt von André Klimovets, Holger Löhr, Uli Roth sowie weiteren ehemaligen Handballgrößen aus der Region zeigten die Wiesel ihr Können. Vor allem aber die Freude, mit der jedes Tor bejubelt wurde, steckte die Zuschauer an. Nach der Partie wurden die Wiesel mit stehenden Ovationen verabschiedet. „Ihre Freude ist so ehrlich, das nimmt einen schon mit“, war Weltmeister Klimovets gerührt.

 

Groß war auch die Freude bei den beiden Siegern, die aus zwei engen Finals hervorgingen. Ketsch war Friesenheim stets einen Schritt voraus und gewann schließlich verdient mit 12:9. Ebenso spielten sich die Löwen einen Vorsprung heraus, den sie bis zum Ende nicht wieder hergaben, 12:10 lautete der finale Stand. Beide Sieger hatten auch die besten Torjäger in ihren Reihen: Maike Freitag erzielte 17 Treffer, Lennart Cotic war 13-mal erfolgreich. Als beste Spieler hatten die Trainer Chiara Torn aus Friesenheim und den Pforzheimer Raul Seidenfuß gewählt. Die besten Torhüter waren Lotte Reupert (TSG Wiesloch)

 

und Luca Jankovksy (SG Pforzheim/Eutingen).

 

Zufrieden zeigten sich am Ende auch der Initiator Sportregion Rhein-Neckar sowie der Veranstalter Harald Sauter von der TSG Wiesloch. „Das Niveau war sehr hoch, wie schon bei der Premiere. Mit dem Einlagespiel der Wiesel konnten wir aber noch ein Highlight hinzufügen.“