Interview: Stephanie Wirth


Redaktion: Hallo Stephanie. Für alle, die den Sportregion Rhein-Neckar e.V. noch nicht kennen, stelle die Initiative doch bitte kurz vor.

 

 

Stephanie Wirth: Der Verein Sportregion Rhein-Neckar wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region auch im Sport zu festigen und zukunftsorientiert auszubauen. Er versteht sich als Netzwerk und Koordinator zur Förderung des Sports in der Metropolregion Rhein-Neckar, als Motor für neue Ideen und Partner bei deren Umsetzung.

 

Unter dem Dach des Vereins wirken Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen sowie Vereinen und Verbänden der Rhein-Neckar-Region partnerschaftlich und länderübergreifend zusammen. Wir können mit Stolz sagen, dass es sich hierbei um eine bundesweit einzigartige Initiative handelt. Der Vorteil liegt auf der Hand: durch Bündelung von Wissen und praktischer Erfahrung entstehen aus guten Ideen Einzelner gemeinsame, innovative Projekte im Sport. Zu den Highlights zählen der SportAward Rhein-Neckar sowie die Olympiateams – aktuell Team Rio Metropolregion Rhein-Neckar.

 

Es ist einfach toll, was sich seit 2004 alles entwickelt hat. Das ist die logische Fortsetzung dessen, was wir mit der Gründung des Sportregion Rhein-Neckar e.V. gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Seit über einem Jahrzehnt ist der Verein Sportregion Rhein-Neckar nun als sportliches Netzwerk in der Metropolregion Rhein-Neckar aktiv – und als Institution nicht mehr wegzudenken.

Die Metropolregion FußballCups sind inzwischen ein Fixpunkt im Sportkalender der Region. Wie kam es zu der Idee, künftig auch einen HandballCup auszutragen?

 

 

Die Metropolregion FußballCups sind ein gutes Beispiel dafür, was wir gemeinsam im Netzwerk in der Sportregion Rhein-Neckar bewegen. Unsere FußballCups haben sich mittlerweile etabliert und besitzen hohe Strahlkraft, auch über die Region hinaus. Da lag es auf der Hand, unsere Erfahrungen, die wir mit der Ausrichtung der FußballCups gesammelt haben, zu nutzen und auf den Handball zu übertragen. Denn spätestens nach dieser grandiosen Saison der Rhein-Neckar Löwen dürfte es keine Zweifel mehr geben, dass Rhein-Neckar auch eine Handball-Region ist.

 

 

Der Metropolregion HandballCup wäre ohne die Zusammenarbeit mit den drei Handballverbänden und dem ausrichtenden Verein TSG Wiesloch nicht möglich und ist damit auch ein Beispiel für die lebendige Kooperation und aktive Netzwerkarbeit in der Sportregion Rhein-Neckar. Welche Ziele verfolgt der Sportregion Rhein-Neckar e.V. mit dem HandballCup? Welche Hoffnungen hast du für die Zukunft des HandballCups?

 

 

Mit dem Metropolregion HandballCup wollen wir künftig auch den Handball-Nachwuchs in Rhein-Neckar gezielt fördern. Die jugendlichen Handballer/innen sollen die Metropolregion erleben, indem sie andere Mannschaften aus der Region kennenlernen und so die Möglichkeit erhalten, sich mit Mannschaften aus anderen Handballverbänden auf Augenhöhe zu messen. Unser Ziel ist es, ein attraktives und hochwertiges Turnier zu etablieren und jährlich zu wiederholen. Kurz gesagt: wir möchten den jungen Sportlerinnen und Sportlern ein unvergessliches Erlebnis bieten.

 

Handball schafft eine sportliche Nähe, nicht nur auf dem Platz sondern auch auf der Tribüne. Daher wünsche ich mir, dass viele Zuschauer aus der Region kommen und unseren Handball-Nachwuchs anfeuern. Zudem könnte ich mir vorstellen, das Turnier in Zukunft durch ein Angebot für Kinder, wie z.B. die Abnahme eines Handball-Spielabzeichens, zu ergänzen. So könnten bereits die Kleinsten an den Handballsport herangeführt und begeistert werden. Jeder fängt ja mal klein an. Ich bin mir sicher, dass der Metropolregion HandballCup dazu beitragen wird, dass Rhein-Neckar auch in Zukunft Handball-Helden hervorbringen wird.

 

Ich freue mich sehr auf das Wochenende am 3. und 4. September in Wiesloch und bin gespannt, welches unserer Top-Teams sich durchsetzen wird. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen Beteiligten bedanken, die seit fast zwei Jahren an der Idee Metropolregion HandballCup feilen. Ohne unser starkes und aktives Netzwerk und die Zusammenarbeit mit den Organisatoren Georg Kühling, Otmar und Tim Schork, den drei Handballverbänden und dem ausrichtenden Verein TSG Wiesloch wäre ein solches Turnier undenkbar.