Interview: Julia & Harald Sauter


TSG Wiesloch freut sich auf Mammutwochenende, Feuerwerk und Weinschorle

 

Mit der TSG Wiesloch haben wir einen idealen Ausrichter für den Metropolregion HandballCup gefunden. Warum die TSG nicht nur optimal vorbereitet ist, sondern das Turnier auch eine alte Wieslocher Tradition wieder zum Leben erweckt, verraten Julia und Harald Sauter.

 

 

 

Redaktion: Wie kam’s dazu, dass die TSG Wiesloch die Metropolregion HandballCups ausrichtet?

 

 

Harald Sauter: Die Anfrage kam von Nils Fischer, also dem Geschäftsführer des BHV. Mit dem BHV haben wir schon mehrere erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt, vor drei Jahren etwa eine dreitägige Länderpokalrunde für weibliche Nachwuchsspielerinnen. Auch zwei Sichtungsveranstaltungen mit rund 150 Teilnehmern haben wir zusammen organisiert.

 

 

Ihr könnt also auf einige Erfahrung zurückblicken?

 

 

Julia Sauter: Absolut. Seit fünf Jahren richten wir eigene hochklassige Turniere im Jugendbereich aus und haben außerdem ein großes Benefizspiel mit den Rhein-Neckar Löwen für das Hospiz in Wiesloch auf die Beine gestellt. Auch ein Länderspiel der männlichen Jugend fand schon mal bei uns statt.

 

Harald: Unsere Sporthalle ist für solche Veranstaltungen einfach super geeignet. Mit Tribünen auf beiden Seiten kommen hier einige Zuschauer unter und die Stimmung ist immer gut.

 

 

Das Turnier findet im Rahmen des Wieslocher Winzerfestes statt. Eine optimale Verknüpfung oder eher zusätzlicher Stress?

 

 

Julia: Beides! Es ist toll, dass es die Kombination Winzerfest und Handballturnier nach 15 Jahren endlich wieder gibt, wenn auch in abgewandelter Form. 39 Jahre lang war ein Handballturnier ja fester Bestandteil des Winzerfestes, teilweise sogar mit über 200 Mannschaften. Es freut uns, dass es diese Verknüpfung jetzt wieder gibt und auch Oberbürgermeister Elkemann als Schirmherr dabei ist.

 

Harald: Gleichzeitig freue ich mich schon auf das Feuerwerk am Sonntagabend, wenn wir hoffentlich auf ein erfolgreiches Turnier zurückblicken können. Denn das Winzerfest bedeutet für unsere Handballabteilung ein absolutes Mammutwochenende. Am Samstag muss ja schließlich auch unser „Handballhof“ auf dem Markt funktionieren. Das wird eine logistische Herausforderung. Aber wir sind da zuversichtlich.

 

Julia: Genau diese Herausforderung gibt dem Verein die Möglichkeit, in der Aussendarstellung zu überzeugen. Nicht nur hier in der Stadt, sondern auch überregional. Wenn solche Turniere für den Spitzenbereich der Jugend bei uns ins Leben gerufen werden ist das nicht nur eine Werbung in eigener Sache, sondern auch eine Belohnung für uns Vollbluthandballer.

 

 

 

 

TSG Wiesloch und SG Kronau/Östringen verkünden ihre Kooperation. Foto: Uwe Knebel
TSG Wiesloch und SG Kronau/Östringen verkünden ihre Kooperation. Foto: Uwe Knebel

Die können sich unter anderem auf die SG Kronau/Östringen freuen, die sicher zu den Favoriten gehören. Im Januar seid ihr eine Kooperation mit der SG eingegangen seid. Was hat es damit auf sich?

 

 

Harald: Das Ziel der Zusammenarbeit ist, dass beide Vereine voneinander profitieren und sich nicht als Konkurrenten wahrnehmen. Schließlich spielen wir ja auch sprichwörtlich und tatsächlich in unterschiedlichen Ligen.

 

Julia: Für uns ergibt sich die Möglichkeit, an Trainerfortbildungen teilzunehmen oder in Kronau zu hospitieren. Man bleibt in engerem Austausch, vereinbart Trainingsspiele und lädt sich zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Für talentierte Handballer aus unserer Region ist es zudem ein enormer Vorteil, dass wir engen Kontakt zu einem höherklassigen Verein haben.

 

 

 

Eine abschließende Frage: Gibt es etwas, worauf ihr euch beim ersten Metropolregion HandballCup besonders freut?

 

 

Harald: Erstmal ist es natürlich etwas Besonderes, gleich beim Auftakt mit dabei zu sein. Vom professionellen Vorgehen der Organisatoren konnten wir uns schon einiges abschauen. Die schauen aus dem Blickwinkel des Fußballs auf das Turnier, wir als Handballer. Das hat den Austausch sehr interessant und produktiv gemacht. An den Turniertagen selbst freue ich mich vor allem auf tolle Spiele. Dass alle Wunschkandidaten auf Anhieb zugesagt haben zeugt von der Attraktivität des Cups.

 

Julia: Ich freue mich für unsere weibliche B-Jugend. Die hat am Samstag die tolle Gelegenheit, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Ein Highlight wird mit Sicherheit auch das „Spiel der Legenden“ mit anschließender Weinschorle am Samstagabend.