"Erträge, die wir in der Region erzielen, wollen wir auch wieder in der Region investieren"

Interview mit Gerald Barth und Joachim Reupert von der Volksbank Kraichgau.

Gerald Barth
Gerald Barth

Die Volksbank Kraichgau hat bereits die Premiere des Metropolregion HandballCup unterstützt. Wie kam es zu diesem Engagement?

Barth: Als regional agierende Genossenschaftsbank fühlen wir uns auch dazu verpflichtet, jungen Sportlern eine Möglichkeit zu bieten, in dem sie sich im fairen Wettstreit messen können. Neben der Unterstützung der Spitzenvereine in der Metropolregion gilt es, junge Talente zu fördern und im Dreiklang – Sport – Beruf – soziale Kompetenzen – alles zu tun, um diese Entwicklung zu unterstützen. Und dies ist für die Ausrichter eines Turniers oftmals nur dann möglich, wenn sich Unternehmen bereiterklären, trotz des erheblichen ehrenamtlichen Engagements der beteiligten Vereine und Organisationen solche Projekte auch finanziell zu unterstützen. Und da ist es folgerichtig, Erträge, die wir als Bank in der Region mit den hier lebenden Menschen erzielen, auch wieder in der Region für solche Projekte zu investieren – also auch wieder etwas in die Region zurückzugeben.

Daneben spielt natürlich auch die Tatsache eine Rolle, dass dieses hochrangig besetzte B-Jugend-Turnier in Wiesloch durchgeführt wird.

Haben Sie auch eine persönlich Verbindung zum Handball?

Reupert: Ja, meine Frau spielte und meine beiden Kinder spielen Handball und sind mittlerweile auch als Trainer in Wiesloch aktiv. Ich selbst komme zwar vom Fußball, bin aber mittlerweile dem Handballsport sehr zugetan.

Die ganze Familie ist auch neben dem Platz engagiert. Als Hallensprecher bin ich selbst bei den Wieslocher Herren und bei anderen Turnieren aktiv.

Die Handballabteilung der TSG Wiesloch betreut die meisten Kinder und Jugendlichen aller Wieslocher Vereine. Dies zeigt die tolle Arbeit, die hier von allen Beteiligten geleistet wird. Schon seit einiger Zeit besteht auch eine Kooperation mit den Rhein-Neckar-Löwen, man schätzt und unterstützt sich gegenseitig. Die Spiele und die Entwicklung der „Löwen“ verfolge ich von Beginn an als interessierter Zuschauer und Fan. Gerade die letzten beiden Saisons, in denen die Löwen die Saison jeweils mit dem Meistertitel abschließen konnten, waren natürlich für alle Löwenanhänger ein Highlight. Handball ist eben ein toller Mannschaftssport.

Barth: Das Interesse für den Handballsport hat sich bei mir in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt auch durch die enge Zusammenarbeit mit den Rhein-Neckar Löwen, zum Positiven entwickelt, da ich vorher kaum Berührungspunkte mit dieser Sportart hatte. Aber je mehr ich mich damit auseinandersetze wächst die Begeisterung und das Interesse merklich. Ich habe gelernt wie schnell und interessant dieser Sport sein kann, wie emotional die Spieler und Zuschauer diesen Sport „betreiben“ und was es bedeutet, auf hohem Niveau zu spielen. Aber auch das Engagement, das viele ehrenamtlich tätige Mitglieder der Vereine leisten, um diesen Sport noch attraktiver für junge Sportler und Zuschauer zu machen, beeindruckt mich sehr. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass der Handballsport, obwohl in der Metropolregion durchaus präsent, doch immer „nur“ die Nr. 1 hinter dem Fußball sein wird.

Joachim Reupert
Joachim Reupert

Wie haben Sie die Premiere im Vorjahr erlebt?

Reupert: Ich war am Samstag als Hallensprecher aktiv und konnte so alle Spiele kommentieren und verfolgen.

Es war eine tolle, spannende Premiere und die Tatsache, dass das Turnier in diesem Jahr qualitativ noch hochwertiger zu sehen ist, zeigt, dass auch die teilnehmenden Mannschaften dies so sehen. Auch die Reaktionen der Zuschauer waren durchweg positiv, konnten sie doch spannenden Spiele auf hohem spielerischen und fairem Niveau verfolgen. Die vielen ehrenamtlichen Helfer trugen zu einem reibungslosen Ablauf bei. Dies zeigt sich auch in der Tatsache, dass der 2. Metropolregion HandballCup wieder in Wiesloch stattfindet.

 

Der HandballCup ist eine Zusammenarbeit der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar. Was verbindet die Volksbank mit diesem regionalen Netzwerk?

Barth: Wir sehen in diesem Netzwerk eine große Chance, diese Region für die hier lebenden Menschen in allen Bereichen, die das Leben in der Region lebenswert machen, zu bereichern. Die Metropolregion Rhein-Neckar setzt sich ja nicht nur für vielfältige sportliche Events ein. In gleichem Maße dient das Netzwerk der Verbesserung der Zusammenarbeit aller hier ansässigen Unternehmen, Organisationen und Kommunen z. Bsp. um die Bildungslandschaft zu verbessern, die Region als „Arbeitgeber“ noch attraktiver zu machen und so die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar für alle zu einem lebenswerten Ort in Deutschland zu gestalten.